Wie installiert man ein Lightroom-Plugin? Und wie wird man es wieder los?

Lightroom hat ja schon einen ziemlich großen Leistungsumfang, aber manchmal möchte man noch ein bisschen mehr haben. Dafür gibt es Plugins (auch „Zusatzmodule“ genannt), mit denen Du Lightroom um Spezialfunktionen erweitern oder Dir auch einfach nur die Arbeit ein bisschen erleichtern kannst. Wie werden sie installiert und wie löscht man ein Lightroom-Plugin, wenn man es nicht mehr benötigt?

Du kannst den Funktionsumfang von Lightroom mit drei Arten von Plugins erweitern:

  • Du kannst Veröffentlichungsdienste einrichten oder Export-Vorgaben (z.B. verwende ich ein Plugin, um Bilder mit WordPress zu synchronisieren)
  • Du kannst Bilder zur Bearbeitung in anderen Programmen automatisch öffnen lassen (z.B. die bekannten NIK-Filter, die von Google leider nicht mehr gepflegt werden)
  • Du kannst den Funktionsumfang von Lightroom selbst erweitern (z.B. mit den in einem anderen Beitrag vorgestellten Fokuspunkt-Plugins)

Die Installation ist bei allen Arten von Plugins gleich.

Lightroom-Plugin installieren (Kurzfassung)

  1. Lade das Plugin von einer vertrauenswürdigen Seite herunter.
  2. Entpacke die ZIP-Datei und speichere die .lrplugin-Datei.
  3. Rufe in Lightroom Datei > Zusatzmodulmanager auf und füge das Plugin hinzu.

Lightroom-Plugin installieren (ausführliche Anleitung)

1. Lade das Plugin herunter

Im großen weiten Internet gibt es viele Quellen für Plugins. Wie bei allem, was Du aus dem Internet herunterlädtst gilt auch bei Lightroom-Plugins: prüfe vorher gründlich, ob der Anbieter vertrauenswürdig und kompetent ist. Plugins haben die gleichen Rechte auf Deinem Rechner wie Lightroom: sie können Dateien erzeugen, verändern oder löschen! Selbst wenn es keine böse Absicht war, kann ein schlecht programmiertes Plugin also ziemlich viel Unheil auf Deinem Rechner anrichten.

Fast alle Entwickler verpacken ihr Plugin in eine ZIP-Datei. Manchmal werden sie beim Herunterladen automatisch entpackt, manchmal musst Du dies selbst tun. So oder so erhältst Du eine Datei mit der Endung „.lrplugin“ oder „.lrdevplugin“. (Auf einem PC bekommst Du einen Ordner mit diesen Namen.) Darin steckt das eigentliche Programm – um die Details brauchst Du Dich aber nicht zu kümmern.

2. Verschiebe die Plugin-Datei in den Plugin-Ordner

Tja, hier geht’s los: Es gibt nämlich keinen Standard-Plugin-Ordner. Im Prinzip kannst Du das Plugin speichern wo Du willst und im nächsten Schritt Lightroom mitteilen, wo es liegt. Ich rate aber sehr dazu, sich ein paar Gedanken zu machen:

  • Ich würde alle Plugins in den übergeordneten Ordner legen; bei mir liegt er in dem gleichen Verzeichnis, in dem auch die Katalog-Dateien liegen (Bilder/Lightroom/Plugins). So habe ich alles beisammen.
  • Lege die Plugins in einem Verzeichnis ab, das von Deiner Backup-Routine erfasst wird.
  • Wenn Du Lightroom auf mehreren Rechnern verwendest, würde ich die Plugins in einem Verzeichnis ablegen, das zwischen den Rechnern synchronisiert wird.

Manche Plugin-Hersteller bieten auch eine Installationsroutine an. In diesem Fall wird die .lrplugin-Datei in das Verzeichnis gespeichert, das der Hersteller vorgegeben hat. In dem meisten Fällen kannst Du aber auch ein anderes Verzeichnis auswählen.

3. Plugin in Lightroom installieren

Erst für den dritten Schritt musst du Lightroom starten. Rufe im Datei-Menü den Zusatzmodulmanager auf.

Plugin installieren

In dem dann auftauchenden Fenster siehst Du in der linken Spalte alle bereits installierten Plugins – sowohl die von Dir installierten als auch die von Adobe standardmäßig mitgelieferten. Ganz unten links findest Du einen Button „Hinzufügen“.

Wenn Du darauf klickst, öffnet sich auf dem Mac der Finder, auf dem PC der Dateimanager. Klicke Dich zu dem Verzeichnis durch, das Du im zweiten Schritt angelegt hast und wähle die Plugin-Datei aus. Mit dem abschließenden Klick auf „Zusatzmodul hinzufügen“ installierst Du das Plugin. Je nach Plugin hast Du nun im rechten Teil des Fensters weitere Einstellmöglichkeiten. Manche Plugins musst Du auch durch Klick auf den entsprechenden Button aktivieren.

Auch wenn die Beschriftung des Buttons etwas anderes suggeriert: Du fügst nur einen Verweis auf eine Datei in einem bestimmten Verzeichnis hinzu. Sei also vorsichtig und lösche oder verschiebe die Datei nicht. Lightroom würde dann das Plugin zwar noch anzeigen, aber nicht mehr finden.

Zusatzmodulmanager

Lightroom-Plugin aktualisieren

Wie jede Software werden auch ernst zu nehmende Plugins regelmäßig aktualisiert. Die kommerziellen Anbieter liefern meist eine Update-Routine mit, die dafür sorgt, dass es nach der Aktualisierung keine Probleme gibt. Es gibt aber auch viele sehr gute Plugins, die das nicht tun. In diesem Fall rate ich dazu, die alte Version zu de-installieren und die Dateien zu löschen. Anschließend kannst Du die neue Version wie oben beschrieben installieren.

Plugin aus Lightroom löschen

Um ein Plugin zu löschen, rufst Du wieder den Zusatzmodulmanager auf, markierst das Plugin und klickst unten links auf „Entfernen“. Damit wird der Verweis auf den Plugin-Datei aus Lightroom entfernt, nicht jedoch die Datei selbst gelöscht. Wenn Du die Plugin-Datei auch löschen möchtest, musst Du das im Dateisystem tun. Auch dies ist ein Grund dafür, alle Plugins im gleichen Verzeichnis zu speichern.

Du kannst auch zuerst die Plugin-Dateien aus dem Dateisystem löschen und anschließend das Plugin aus dem Zusatzmodulmanager entfernen. Der Effekt ist der gleiche. Bitte beachte, dass die Funktionen des Plugins erst nach dem Entfernen mittels Zusatzmdoulmanager aus Lightroom verschwinden. Falls Du das vergisst, beschwert sich Lightroom mit einer Fehlemeldung.

Falls Du nicht mehr weißt, wo Du die Plugin-Dateien gespeichert hast, kannst Du das (natürlich nur vor dem Klick auf „Entfernen“) im rechten Teil des Zusatzmodulmanagers nachschauen. Mit dem Button wird ein Finder-Fenster aufgerufen.

Übrigens: wenn Du ein Plugin nur vorübergehend deaktivieren möchtest, gibt es dafür auch einen Button im Zusatzmodulmanager. Das Plugin verschwindet dann aus allen Menüs usw., kann aber durch einfachen Klick wieder aktiviert werden. Auch bleiben alle Einstellungen erhalten, was beim Entfernen nicht der Fall ist.

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